Klostergeschichte

Lambach, ein Raum mit keltischer und römischer Besiedlung, war im elften Jahrhundert Sitz der Grafen von Wels-Lambach. Diese Familie war im Aussterben. Der letzte von ihnen im Mannesstamm, Bischof Adalbero von Würzburg, stiftete 1056 einen großen Teil des Familienbesitzes als Kloster. Die ersten Benediktinermönche kamen aus der Abtei Schwarzach in Franken.
Das noch erhaltene Westwerk der ersten Klosterkirche mit den romanischen Wandmalereien, die vielen Handschriften aus dem Scriptorium bezeugen das schnelle Aufblühen des jungen Klosters.

Im ausgehenden Mittelalter gelangte das klösterliche Leben durch die ordensinterne Reform – Melker Reform – noch kurz vor der Reformation zur Blüte. Die bewegten Zeiten der Reformation überlebte das Kloster nur knapp. Während der Epoche des Barock fand das Stift seine bauliche Gestalt, wie sie sich durch Jahrhunderte gewachsen auch noch heute präsentiert. Seelsorge und Pflege der Künste und Wissenschaften wurden rege ausgeübt.

Knapp entging das Stift den Klosteraufhebungen von 1784 durch Kaiser Joseph II. Während der folgenden Jahre, von Krieg und Not gekennzeichnet, mühten sich die Mönche treulich, den Bestand des Klosters zu sichern. Versuche einer klösterlichen Reform in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert waren in Lambach deutlich zu spüren, da man hier begann, ein Musterkloster zu konstituieren. Nach den bewegten Zeiten zweier Weltkriege und nach wirtschaftlichen Gefährdungen des Klosters erfreut sich heute das Stift Lambach seines abgesicherten Bestandes.

Die hier lebende Gemeinschaft bemüht sich heute, den Stifterwillen des Hl. Adalbero: "Dass hier immerfort Gott verherrlicht werde" in die Zukunft weiter zu tragen.